TurmGeschichten – mit Pilar Baumeister und Roberto Di Bella

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Turmgeschichten
La torre racconta
Narraciones desde la torre

In Kalk leben Menschen vieler Nationen. Sie kommen aus Deutschland, der Türkei, Marokko, Tunesien, Algerien, Russland, Italien, Polen, Indien und Schwarzafrika. Sie prägen und beleben das Stadtbild durch die unterschiedlichen Sprachen, Sitten und Kulturen, die sie mitbringen. Unter dem Titel „Turmgeschichten“ bietet die Stadtbibliothek Köln zusammen mit dem Kölner Autorenverband AURA09 im alten Wasserturm auf dem Gelände der Köln-Arcaden mehrsprachige Lesungen an, in denen es um die Themen „Turm“ und „Wasser“ geht. Aber auch um das Zusammenleben der Kulturen mit allen Chancen und Problemen. Weiterlesen →

Literaturkritik.de: „Eine wirklich bemerkenswerte Frau“

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„Notre Dame de Dada“ – Eva Weissweiler hat die Lebensgeschichte von Luise Straus-Ernst, der ersten Frau von Max Ernst, verfasst

Von Klaus Hammer

Luise Straus-Ernst (1893 – 1944), Tochter eines Kölner jüdischen Fabrikanten, war Kunsthistorikerin, Journalistin, Künstlerin, Verfasserin von Kurzgeschichten, Reportagen, Romanen und Rundfunkautorin der ersten Stunde. Vor allem aber wurde sie bekannt als erste Frau des Malers Max Ernst, als „Muse“ der Dadaisten und Surrealisten. In ihrer Kölner Wohnung am Kaiser-Wilhelm-Ring verkehrten Paul Klee, André Breton, Paul Eluard, Tristan Tzara und viele andere. Ihre Ehe mit dem unsteten Max Ernst dauerte nur wenige Jahre. Ihn zog es nach Paris, während sie mit Sohn Jimmy in Köln zurückblieb. Sie entwickelte sich inzwischen zu einer renommierten Journalistin und empfing in ihrer Wohnung in der Emmastraße in Köln-Sülz Bertolt Brecht, Kurt Weill, Hanns Eisler und andere oppositionelle Literaten und Künstler. Doch 1933 musste auch sie als Jüdin nach Paris fliehen, versteckte sich während der deutschen Besetzung Frankreichs in einem Hotel in der Provence, wo sie ihre Autobiografie Nomadengut schrieb. Ein in letztem Moment eintreffendes Ausreisevisum für das „Ehepaar Ernst“ wurde unter merkwürdigen Umständen für ungültig erklärt. In Begleitung der amerikanischen Kunstsammlerin Peggy Guggenheim, die er später heiratete, gelang nur Max Ernst die Flucht nach Amerika. Luise Straus-Ernst blieb in Frankreich zurück, wurde in einem der letzten Konvois deportiert und kam mit 51 Jahren in Auschwitz um. Es gibt kein weiteres Lebenszeichen mehr von ihr. Weiterlesen →

TurmGeschichten mit Rumjana Zacharieva (Bulgarien) und Viktor Kravets (Ukraine)

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Liebe Freunde, Kollegen, Kalkerinnen und Kalker,

in Kalk leben Menschen aus vielen Nationen. Sie kommen aus Deutschland, der Türkei, Marokko, Tunesien, Algerien, Russland, Italien, Polen, Indien und Schwarzafrika. Sie prägen
und beleben das Stadtbild durch ihre unterschiedlichen Sprachen, Sitten und Kulturen. Unter dem Titel

TurmGeschichten

bieten der Kölner Autorenverband AURA09 e.V. und die Stadtbibliothek Köln in der

MINIBIB IM WASSERTURM/KÖLN-ARCADEN,
Kalker Hauptstraße 55 (Haltestelle Linie 1: Kalk Post) – 51103 Köln

mehrsprachige Lesungen an, in denen es um die Themen „Turm“ und „Wasser“ geht, aber auch um das Zusammenleben der Kulturen mit allen Chancen und Problemen. Weiterlesen →

Frühjahrskonzert „Lale devri / Tulpenzeit“

„Deutsch-Türkisches Chorkonzert unseres Mitgliedes Mustafa Seyhan“
Frühjahrskonzert des türkischen Chores BoģaziçI und seinen deutschen Gästen ChorImTakt

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Tulpenzeit – Der Begriff ist in der Türkei allgemein als Assoziation zum Frühling bekannt: die Jahreszeit, zu der tausende Tulpen farbenprächtig in der Landschaft erblühen. Im Frühjahrskonzert erklingen Lieder, die von den Freuden des Frühlings erzählen, von Frohsinn und Tanzen, von Liebesglück und Liebesleid, vom Ruf der Nachtigall, von hellen und langen Nächten.
Es wird gesungen in türkischer und deutscher Sprache.

Erdi Bahar sardı yine neṣ`e cihanı a canım
Der Frühling ist gekommen, die Erde erwacht

Genießen Sie fröhliche folkloristische Tänze und lauschen Sie der Poesie.

16. April 2016 um 18 Uhr
Kulturkirche Ost – Kopernikusstraße 32/34 – 51065 Köln-Buchforst
www.kulturkirche-ost.de
Eintritt: frei

Mitwirkende:
Chor Boǧaziçi : Gülay Alıcı
ChorImTakt : Simon Rummel

Instrumentalbegleitung:
Mustafa Seyhan – Kanun
Sibel Simir – Geige
Şükrü Dedeoǧlu – Ud
Alper Altıer – Rhythmus
Mehmet Özsoy – Percussion

Übersetzung und Moderation:
Monika Seyhan

Gesamtleitung:
Mustafa Seyhan

Kölner Wochenspiegel : Auftakt zu den Turmgeschichten

Mehrsprachige Lesungen im Kalker Wahrzeichen

Donnerstag, 31.03.2016

Kalk (kg). Der Autorenverband Aura09 und die Stadtbibliothek bieten mehrsprachige Lesungen mit Musik an. Das Ziel: Sie sollen alle Nationen und Menschen im Viertel ansprechen. Gefördert wird das Projekt vom Förderverein der Kölner Stadtbibliothek.

Mehrsprachige Lesungen im Kalker WahrzeichenTürkisch-Deutsch machte Mitte März den Anfang: Aura09-Sprecherin und Moderatorin Eva Weissweiler (l.) mit Autorin Monika Seyhan (vorne), Sängerin und Geigenspielerin Sibel Simir, Kanun-Spieler und Bosphorus-Chorleiter Mustafa Seyhan sowie Autor Hidir Eren Celik (v.l.).

„Wir haben etwas gesucht, was zum Stadtteil passt und uns mit den Kollegen zusammengetan“, sagt Dr. Eva Weissweiler, die in Musik- und Islamwissenschaften sowie in Germanistik promovierte. Das altwürdige Ziegelsteinrondell des ehemaligen Wasserturm sei dazu als Veranstaltungsort hervorragend geeignet: „Hier ist man mitten im multikulturellen Leben“, sagt die Sprecherin von Aura09. Der Name des 2009 gegründeten Autorenverbands steht für die Aktion Unabhängiger Rhein/Ruhr-Autoren. Er möchte junge Autoren fördern und eine literarische und politische Diskussionskultur beleben. Der Aura09-Kreis verfasst Romane, Krimis, Kurzgeschichten, Biographien, Sachbücher, Hörspiele und Gedichte. Weissweiler ist Bestsellerautorin. Sie lebt vom Bücherschreiben, arbeitet für die Hörfunksparte des WDR und engagiert sich für das Projekt und den Autorenverband ehrenamtlich.

Die nächste Lesung mit Musik findet in einem deutsch-russisch-bulgarischen Rahmen am 21. April um 18 Uhr statt. Der ukrainische Autor und Literaturwissenschaftler Viktor Kravets wird aus russischer Literatur lesen, die Bulgarin Romjana Zacharievja aus Romanen, Kurzgeschichten und Gedichten. Die ukrainischen Brüder Paul und Aleksej Galaburda werden die Abendvorstellung mit Klezmermusik, mit Klarinette und Gitarre begleiten. Nach der Sommerpause sind Wasserturm-Abende in arabisch-deutsch und in italienisch-deutsch geplant. „Wir wollen schauen, ob das Format so ankommt“, sagt Weissweiler. „Unser Anspruch ist es, nicht elitär zu sein.“ So sollen sich viele Menschen angesprochen fühlen und zu den kostenfreien Stunden mit Lesung und Musik kommen.

 

Eva Weissweiler lädt ein zur Präsentation ihres neuen Buches „Notre Dame de Dada“

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Eva Weissweiler liest aus ihrer Neuerscheinung „Notre Dame de Dada. Luise Straus – das dramatische Leben der ersten Frau von Max Ernst“.

Moderation: Ulla Lessmann

Der Kunstwelt ist sie bekannt als erste Frau des Malers Max Ernst, als Muse der Dadaisten und Surrealisten. Doch Luise Straus-Ernst, 1893 als Tochter einer jüdischen Fabrikantenfamilie in Köln geboren, war viel mehr: Kunsthistorikerin, Verfasserin von Kurzgeschichten, Reportagen, Romanen und Rundfunkautorin der ersten Stunde. Luise Straus-Ernst tat viel für die Förderung des Œuvres von Max Ernst und die Kölner Dada-Bewegung. In ihrer Wohnung am Kaiser-Wilhelm-Ring verkehrten Paul Klee, André Breton, Paul Eluard und Tristan Tzara. Ihre Ehe mit Max Ernst hielt nur wenige Jahre, er zog nach Paris, sie blieb mit Sohn Jimmy in Köln. 1933 emigrierte sie ebenfalls nach Paris. Versteckt in einem Hotel in der Provence schrieb sie ihre Autobiografie „Nomadengut“. Ein Ausreisevisum für das „Ehepaar Ernst“ wurde für ungültig erklärt. In Begleitung der berühmten Kunstsammlerin Peggy Guggenheim, die er später heiratete, reiste nur Max Ernst nach Amerika. Luise Straus-Ernst wurde mit einem der letzten Konvois nach Auschwitz deportiert, wo sie mit 51 Jahren starb. Eva Weissweiler studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Islamwissenschaft. Themen ihrer Bücher sind NS-Zeit, deutsch-jüdische Biographien, Exil- und Migrantenliteratur. Ulla Lessmann ist Journalistin, Moderatorin und Autorin von Kriminalromanen, Erzählungen, Satiren und Gedichten.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Das Rote Quadrat“ Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) / Heinrich-Böll-Archiv

Zentralbibliothek der Stadtbibliothek Köln
Josef-Haubrich-Hof 1 | 50676 Köln
Tel. 0221 / 221-2 38 28 (städtisches Bürgertelefon)
Fax 0221 / 221-2 39 33
Eintritt frei!

Neuerscheinung von Eva Weissweiler : „Notre Dame de Dada“

Luise Straus-Ernst, die »Muse der Dadaisten« – das dramatische Leben der ersten Frau von Max Ernst

Eva Weissweiler - Notre Dame de Dada

Der Kunstwelt ist sie bekannt als erste Frau des Malers Max Ernst, als Muse der Dadaisten und Surrealisten. Doch Luise Straus-Ernst, 1893 als Tochter einer jüdischen Fabrikantenfamilie in Köln geboren, war viel mehr: Kunsthistorikerin, Verfasserin von Kurzgeschichten, Reportagen, Romanen und Rundfunkautorin der ersten Stunde. Eva Weissweiler ist ihren Spuren nachgegangen und hat Leben und Werk dieser faszinierenden Frau neu entdeckt.

Luise Straus-Ernst, die erste Frau des großen surrealistischen Malers Max Ernst, tat als eine der ersten promovierten Kunsthistorikerinnen ihrer Generation viel für die Förderung seines Œuvres und die Kölner Dada-Bewegung Weiterlesen →

Das Maghreb-Viertel oder Bin ich noch Kalk?

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Herzliche Einladung zu unserer Sonderveranstaltung

Das Maghreb-Viertel oder Bin ich noch Kalk?

im Rahmen des „Höhenberger Lesefrühstücks“ am 13. März 2016, 11 Uhr

Seit der Silvesternacht 2015/16 mehren sich Razzien gegen „südländisch aussehende junge Männer“ in Köln-Kalk, die angeblich alle „Nordafrikaner“ sein sollen. Polizeisprecher halten sie für das „Zentrum der Silvester-Täter-Klientel“, vermuten aber auch Taschendiebe, Hehler und Drogendealer unter ihnen, die das Viertel zunehmend unsicher machten. Die Fahndungserfolge waren bisher gering. Weiterlesen →

Ausstellung : „… durch die Trümmer von Köln“

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Klaus Kammerichs – Portrait-Collagen von Heinrich Böll

Durch den Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln im März 2009, bei dem große Teile des Nachlasses von Heinrich Böll verschüttet wurden, fühlte sich der Bildhauer und Fotograf Klaus Kammerichs an die Feldpostbriefe des Schriftstellers erinnert, in denen immer wieder von seinen Gängen durch die »Trümmer von Köln« die Rede war. Diese Assoziation war der Anlass zu einer Serie von »Portrait-Collagen«, die erstmals im September 2009 in der Kölner Basilika St. Maternus gezeigt wurde. Klaus Kammerichs hat bekannte Portraitfotos von Heinrich Böll in Bilder von Kölner Trümmerlandschaften integriert: in historische aus den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs und aktuelle rund um die Einsturzstelle des Archivs. Auch das Gesicht Heinrich Bölls scheint auf den ersten Blick wie zertrümmert und fügt sich erst aus der Distanz zu einem erkennbaren Ganzen zusammen. Der in Köln lebende Künstler Klaus Kammerichs, international bekannt durch große Fotoskulpturen im öffentlichen Raum, u.a. »Beethon« vor der Bonner Beethovenhalle, hat diese Collagen dem Heinrich-Böll-Archiv der Stadtbibliothek Köln als Dauerleihgabe übergeben.

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 10.03.2016, 19 Uhr

Es sprechen: Klaus Kammerichs, Dr. Gabriele Ewenz und Dr. Jochen Schubert
Musik: Javier Huerta Gimeno, Violoncello
Lesung: Axel Gottschick liest Texte von Heinrich Böll

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Das Rote Quadrat« Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) / Heinrich-Böll-Archiv
Eintritt frei

Turmgeschichten

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Turmgeschichten – Mehrsprachige Lesungen und Gespräche in der minibib

In Kalk leben Menschen vieler Nationen. Sie kommen aus Deutschland, der Türkei, Marokko, Tunesien, Algerien, Russland, Italien, Polen, Indien und Schwarzafrika. Sie prägen und beleben das Stadtbild durch die unterschiedlichen Sprachen, Sitten und Kulturen, die sie mitbringen. Unter dem Titel „Turmgeschichten“ bietet die Stadtbibliothek Köln zusammen mit dem Kölner Autorenverband AURA09 im alten Wasserturm auf dem Gelände der Köln-Arcaden mehrsprachige Lesungen an, in denen es um die Themen „Turm“ und „Wasser“ geht. Aber auch um das Zusammenleben der Kulturen mit allen Chancen und Problemen.
Den Anfang machen am Donnerstag, den 17. März 2016, um 18 Uhr Monika Seyhan und Hıdır Çelik mit einer Lesung auf Türkisch und Deutsch. Monika Seyhan, Autorin von Romanen und Geschichten, seit über 40 Jahren mit einem Türken verheiratet, erzählt von einem Jungen, der ein Minarett stehlen will, von der Kölner Silvesternacht 2015 und anderen Themen. Hıdır Çelik, Sohn türkischer Arbeitsmigranten, Soziologe und Migrationsforscher in Bonn, begibt sich auf eine literarische Reise zum Thema „Wasser“ und benennt „die Angst der Ausländer vor den Inländern.“ Dazu spielen und singen Mustafa Seyhan (Kanun) und Gülay Alıcı klassische türkische Volkslieder.

Donnerstag, den 17. März 2016, um 18 Uhr
in der Mini-Bib im Wasserturm in den Köln-Arcaden
Kalker Hauptstr. 55 – 51103 Köln

Presseecho

Das 3. Höhenberger Lesefrühstück zum Thema „Ich bin Kalk“ am 14. Februar hatte ein überwältigendes Presseecho.

„Wochenende“ am 20. Februar:
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Der Kölner Wochenspiegel am 17. Februar:
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Die Kölnische Rundschau – Stadtteile am 18. Februar:
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AURA09 solidarisiert sich mit der Erklärung von Jürgen Wilhelm, des Vorsitzenden der Kölner Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, zur Debatte um Flucht, Toleranz und Asyl

Im Gegensatz zu der weitaus berühmteren „Kölner Erklärung“ benennt sie die jahrelange Untätigkeit unserer Politiker in bekannten Kriegs- und Krisengebieten und warnt vor Rassismus und Antisemitismus in allen Gesellschaftskreisen. Die jüngsten Pressemeldungen über Großrazzien in Köln-Kalk, die aus einem multikulturellen Stadtteil ein „Maghreb“- oder „Marokko“-Viertel machen, Menschen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft diskreditieren und pauschal als Drogendealer, Diebe und Vergewaltiger abstempeln, sind für AURA09 genauso unerträglich wie die Tatsache, dass jüdische Mitbürger Angst haben, auf die Straße zu gehen und ihren Glauben offen zu praktizieren.

AURA09 wird sich ab sofort in die Diskussion einmischen und aus aktuellem Anlass für Sonntag, den 13. März 2016, eine Sonderveranstaltung zum Thema „Bin ich noch Kalk? Oder: ‚Das Maghreb-Viertel'“ auf das Programm der „Höhenberger Lesefrühstücke“ setzen. Einzelheiten dazu werden noch bekannt gegeben.

pdf CJG Stellungnahme Februar 2016

14. Februar : Texte und Musik zum Motto
„Ich bin Kalk — Menschen und Orte im Veedel“

lesefruehstueck-kalk Das erfolgreiche „Höhenberger Lesefrühstück III“ geht in die nächste Runde: mit Texten und Musik zu unserem Motto „Ich bin Kalk-Menschen und Orte im Veedel“.
Altvertrautes im Industriestadtteil verändert sich rasant, eingesessene Nachbarschaften bleiben, neue Kulturen und Sprachen mischen sich mit alten. Es ist Bewegung in unserem Veedel. Die Autorinnen und Autoren von AURA09 e.V. setzen sich in nachdenklichen, heiteren und warmherzigen Texten mit „ihrem“ Kalk auseinander. Elisabeth Emmerich schreibt unter anderem über „ihr“ Gymnasium Kaiserin-Theophanu, Walter Wortmann nimmt uns mit in die Beziehungswelt einer gewachsenen Nachbarschaft, Pilar Baumeister denkt über die Kalker Geschichte nach, die auch ihre ist und Winfried-Schulz-Romé entdeckt die Poesie der Köln-Arkaden. Alexandra Romes (Gesang) und Alexander Badiarov (Gitarre) sorgen für die musikalische Begleitung und auch der Liebe wird am Valentinstag gedacht. Ulla Lessmann moderiert.

Eintritt, Kaffee und belegte Brötchen sind wie immer frei. Wegen des starken Publikumsinteresses bitten wir um frühzeitiges Erscheinen, am

Sonntag, 14. Februar 2016, 11.00 Uhr, im Paul-Schwellenbach-Haus (Höhenberg, Germania-Siedlung)
Weimarer Str. 15, 51103 Köln

Wir danken dem Sozialpsychiatrischen Zentrum Köln-Kalk, dem Förderverein Höhenberg und dem Förderverein für psychisch Kranke im Stadtbezirk Kalk und Stadtteil Deutz e.V. für aktive Mitwirkung und Unterstützung.

Ebenso der Bezirksvertretung Kalk und der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft GAG, die dieses Projekt großzügig gefördert haben.

Mit den besten Grüßen
Dr. Eva Weissweiler, Sprecherin von AURA09 e. V.

Neuerscheinung: „Kalim Baba und die Wörterlampe“ von Andrea Karimé

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Madame Wellkam bringt einen Jungen zur Welt und nennt ihn Kalim Baba. Er hat eine ganz besondere Fähigkeit: Egal, wer sich streitet und was passiert ist, er findet immer die richtigen Worte, damit die Menschen und Tiere wieder zueinander finden. Er versteht die Sprache aller Tiere und fragt sich immer wieder, wie viele Worte es auf der Welt gibt. Als eines Tages die Königin von Mäusopotamien Hilfe braucht, um sich gegen die eckigen Legomanen zu wehren, ist Kalim Baba jedoch ratlos. Er möchte der Königin helfen und entdeckt auf seiner Reise einen Turm: Das Kalimlarium. Dort sind alle Wörter der Welt vereint. Er setzt die richtigen Wörter zusammen, und so kann der Krieg in Mäusopotamien verhindert werden. Nun kommen aus der ganzen Welt die Menschen und bitten Kalim Baba um Hilfe.

Weiterlesen: http://www.kklick.ch/sg/informationen/buchrezensionen/show/kalim-baba-und-die-woerterlampe-85

„Gestohlene Sterne“
Geschichtenwerkstatt mit syrischen Kindern von 5-13 Jahren

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Es war einmal ein Delfin.
Er kam aus Amerika.
Er half Menschen.
Er schwamm extra nach Deutschland
um den Menschen zu helfen.
Damit sie genug Kraft haben,
den Syrern zu helfen.

(R., 12 Jahre alt)

AURA-Mitglied und Kinderbuchautorin Andrea Karimé führte mit 20 syrischen Kindern eine Erzähl- und Schreibwerkstatt in einer Flüchtlingsunterkunft in Köln-Poll durch. Es sind berührende Texte entstanden, in denen die Tapferkeit, die Hoffnung und die Ängste der Kinder deutlich werden. In einer poetischen Bildsprache setzen sie sich mit dem erlebten Schrecken und großen Fragen auseinander. Ihr Exilland Deutschland spielt in vielen Geschichten eine genauso große Rolle wie ihr Heimatland. Die Kinder erzählen von Freude, Trauer und Zerrissenheit. Hier gehts zum Bericht: 
http://andreakarime.de/182-Geschichtenwerkstatt_mit_Fluechtlingskindern

31. Januar : Lustige, spannende und nachdenklich machende Texte zu „Kalk zwischen Krimi und Karneval“

lesefruehstueck-kalkMitten in der Karnevalssaison geht unser „Höhenberger Lesefrühstück III“ in die nächste Runde mit lustigen, spannenden und nachdenklich machenden Texten zu „Kalk zwischen Krimi und Karneval“.
Die Ereignisse in der Kölner Silvesternacht 2015 haben auch das Leben in Kalk verändert. Wir werden uns bemühen, abweichend von unserem ursprünglich vorgesehenen Programm darauf einzugehen.
Dafür bürgen u.a. Elisabeth Emmerich, die in Kalk aufgewachsen ist, und Fritz Bilz von der Kalker Geschichtswerkstatt, der sich stark für die Flüchtlinge in Köln-Brück engagiert. Trotzdem soll und darf natürlich auch gelacht werden, z.B. über Texte des berühmten „Lehrer Welsch“ und des Karnevalisten Karl Küpper (1905 – 1970), beide aus Kalk, die Fritz Bilz in der „Originalsprache“ vortragen wird. Alexandra Romes und Alexander Badiarov umrahmen das Programm mit Musik – teilweise zum Mitsingen.

Günther Seiler hat für unsere Lesung ein ganz neues Genre erfunden: den „Kalk-Krimi“, der an originalen Schauplätzen spielt, u.a. in einem Bestattungsinstitut und im Polizeipräsidium. Die bekannte Krimi- und Kurzprosa-Autorin Ulla Lessmann schildert beklemmende und bedrohliche Szenen aus dem „Wahnsinn des Alltags“, die in der allen Kalkern und Kalkerinnen wohlbekannten U-Bahn Nr. 1 oder 9 stattgefunden haben könnten.

Eintritt, Kaffee und belegte Brötchen sind wie immer frei. Wegen des starken Publikumsinteresses bitten wir um pünktliches Erscheinen, am

Sonntag, den 31. Januar 2016, 11 Uhr, im
Paul-Schwellenbach-Haus (Höhenberg, Germania-Siedlung)
Weimarer Str. 15 – 51103 Köln

Wir danken dem Sozialpsychiatrischen Zentrum Köln-Kalk, dem Förderverein Höhenberg und dem Förderverein für psychisch Kranke im Stadtbezirk Kalk und Stadtteil Deutz e.V. für aktive Mitwirkung und Unterstützung.

Ebenso der Bezirksvertretung Kalk und der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft GAG, die dieses Projekt großzügig gefördert haben.

Kölner Wochenspiegel : „Kalk“ heißt „Steh auf“. Lesefrühstück befasste sich mit Migranten

kölner wochenspiegel

Gülay AliciKalk (pas). Mustafa Eyhan spielte auf dem Qanun, einer traditionellen türkischen Kastenzither und begleitete Sängerin Gülay Alici, die klassische türkische Lieder darbot.

Die beiden Musiker eröffneten das Lesefrühstück, zu dem das Sozialpsychiatrische Zentrum Kalk (SPZ) und die Schriftstellervereinigung AURA09 eingeladen hatten. Unterstützt wurde das Projekt vom SPZ-Förderverein, dem Förderverein Höhenberg und der GAG. „Die Musik passt zum Thema, über das unsere Autoren heute ihre Texte vorlesen“, erklärte Eva Weissweiler von AURA09, die im Vorfeld eine Schreibwerkstatt organisierte, an der jegliche Interessierte – egal ob krank oder gesund – teilnehmen konnte.

Einige Ergebnisse wurden nun vorgestellt. „Heute haben wir Texte über das Leben von Migranten in Kalk ausgewählt Übrigens: ‚Kalk‘ ist Türkisch und heißt ‚Steh auf'“, sagte Weissweiler. So las Walter Wortmann eine Kurzgeschichte über Italiener und Türken im Veedel vor, Monika Seyhan über eine Frau, die mit 14 Jahren nach Kalk zwangsverheiratet wurde und ihr Leben nun unter größter Anstrengung meistert. „Wir wollen in den kommenden Monaten noch weitere Lesefrühstücke anbieten“, berichtete Eva Weissweiler. Im Januar gebe es Kalk-Krimis und Karnevalstexte; im Februar seien es Impressionen, die während eines Spaziergangs durch das Veedel gesammelt wurden.